Die Lahn – ein Freizeitparadies

Gastartikel von Lahntastisch

LahnMit rund 245 km Länge durchfließt die Lahn Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie entspringt im Rothaargebirge und gibt den größeren Städten wie Marburg, Gießen, Wetzlar, Weilburg und Limburg ihr eigenes, ganz besonderes, malerisches Bild. Von ihrer Quelle im Lahntopf bis zu ihrer Mündung in Niederlahnstein bietet die Lahn einen hohen Freizeitwert für Touristen, Wanderer, Radfahrer, Kanufans und alle, die einfach die Natur lieben.

In den Steilhängen der Lahn

LahnIch persönlich genieße meine Heimatregion am allerliebsten wandernd. Der Rundwanderweg „In den Steilhängen der Lahn“ ist einer meiner Lieblingswege und verbindet die beiden an sich schon sehenswerten Städtchen Runkel und Villmar. Der Weg führt durch die (Steil-)hänge beiderseits der Lahn und birgt einige historische und geologische Highlights.

Es handelt sich um einen Rundweg, der Start empfiehlt sich sowohl in Villmar als auch in Runkel und man kann natürlich in beide Richtungen wandern. Dadurch bieten sich immer neue Ansichten und Ausblicke. Für diese kurze Wegbeschreibung habe ich den Start in Runkel gewählt und bin entgegen dem Uhrzeigersinn gelaufen.

LahnZunächst wandere ich am Lahnufer entlang. Dort gibt es eine empfehlenswerte Eisdiele (Manusco), die bereits ihren Ruhm in Funk und Fernsehen erlangt hat. Der Rundweg ist mit einem rotem S auf weißem Grund ausgezeichnet. Allerdings empfehle ich den Track herunter zu laden, denn an einigen Stellen ist die Ausschilderung nicht mehr ganz komplett bzw. eindeutig.

Von einer Bank im Wald hat man die erste schöne Aussicht in Richtung Villmar und kurz danach geht es hinunter in das Tal des Arnsbaches. Ein idyllischer und sehr naturnaher Abschnitt des Weges. Nach Überquerung der Bundesstraße empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zum König-Konrad-Denkmal an der Bodensteinerlai.

LahnNun geht es wieder bergauf, am Friedenskreuz vorbei und schließlich erreicht man Villmar wo man über die alte Lahnbrücke die Lahn überquert. Die Bedeutung des Lahnmarmors für Villmar spürt man hier an jeder Ecke. Ihr solltet unbedingt Zeit einplanen um das Naturdenkmal Unica (Marmorbruch) und natürlich auch das nagelneue Lahn-Marmor-Museum (Eröffnung 20.03.2016) zu besuchen.

LahnAuf dieser Seite der Lahn befinde ich mich nun auf dem Zubringer des Lahnwanderweges. Ein Erlebnis, besonders für Kinder, ist mit Sicherheit der beschrankte Bahnübergang an dem man mittels eines Schalters mit dem Bahnbeamten kommunizieren muss. Freundlich verabschiedet er sich und öffnet die Schranke.

Nachdem ich nochmals die Aussicht auf das König-Konrad-Denkmal genossen habe, wandere ich am Naturdenkmal Ibacheiche vorbei hinauf zum Lahnwanderweg. Kurze Zeit später eröffnet sich mir ein Postkartenblick auf die Lahn, den Lahnradweg, die Bahnstrecke und das gegenüber liegende König-Konrad-Denkmal! Hier lässt es sich aushalten, die Bank lädt zum Verweilen ein.

Weiter geht es auf dem Lahnwanderweg. Dieser führt am äußeren Rand des Naturschutzgebietes Wehrley vorbei und vor Runkel dann auch nochmal hindurch. Bis man dann schließlich den Otto-Bruchhäuser-Tempel, einen kleinen Aussichtspavillon, erreicht. Auch hier lohnt sich nochmal das Verschnaufen.

Nun wandere ich Runkel entgegen. Imposant ist der Blick auf die Burg Runkel und die direkt gegenüber am andern Ufer der Lahn liegende Burg Schadeck. Über die Lahnbrücke erreiche ich dann wieder den Ausgangspunkt der Wanderung. Wer noch Zeit und Lust hat, sollte sich auf jeden Fall die Burg Runkel sowie die malerischen Gässchen des Städtchens anschauen.

Vielen Dank an Jörg von Lahntastisch für den Einblick in das Wandergebiet Lahn

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Über den Autor

LahnJörg Thamer, Jahrgang 1963, ist Berufssoldat im Ruhestand. Seine Leidenschaften sind Reisen, Wandern und Geocachen. Darüber berichtet er in seinen Blogs Lahntastisch (dort wird unter anderem auch obige Wanderung detailliert beschrieben), Outdoorsüchtig, Cachoholic und GEWUM! Geocaching, Wandern und mehr…

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