Alpen

Durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte

Hoellentalklamm

StreckeHammersbach - Höllentaleingangshütte - Höllentalklamm - Höllentalangerhütte - Stangensteig - Hammersbach
Kilometer14,5
Höhenmeter750
Gehzeit6 Stunden

Wunderschöne Tageswanderung von Hammersbach durch die Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Der Rückweg führt uns über den Stangensteig zurück zum Ausgangspunkt.

Der Start in Hammersbach

Hoellentalklamm

Auf dem Weg nach Hammersbach

Die Anfahrt zur Höllentalklamm erfolgt über Grainau. Im Ort gibt es zwei größere Wanderparkplätze die immer gut gefüllt und kostenpflichtig sind. Vom Parkplatz geht es zu Fuß in etwa 15-30 Minuten (je nachdem auf welchem Parkplatz Du stehst) nach Hammersbach. Alternativ kannst Du mit dem Bus von Garmisch anreisen. Direkt vor dem Eingang ins Höllental in Hammersbach befindet sich eine Bushaltestelle. Das kleine Örtchen bietet auch allerlei Restaurants und Unterkünfte. Wir folgen dem breiten Wanderweg ins Höllental entlang dem Bach, der den gleichen Namen wie der Ort trägt. Der Weg steigt zunächst langsam und dann immer steiler durch das Höllental an. Nach etwa einer Stunde haben wir dann den Eingang der Höllentalklamm, die Höllentaleingangshütte erreicht. Hier gibt es eine kurze Stärkung und ein paar erfrischende Getränke. Aufgrund des großen Andrangs gibt es aber nicht immer einen Sitzplatz für alle Gäste. Ein kühles alkoholfreies Weizen lässt sich aber auch gut im Stehen genießen.

Hoellentalklamm

Blick vom Eingang der Höllentalklamm ins Tal

Auch wenn die Höllentalklamm eines der beliebtesten touristischen Ziele rund um Garmisch-Partenkirchen ist sollte der Weg zur und die Durchquerung der Höllentalklamm nicht unterschätzt werden. Der Weg durchs Höllental ist für Kinderwagen nicht geeignet. Auch haben wir viele Wanderer mit Flip Flops und losem Schuhwerk gesehen. Ich kann dazu nur sagen, dass die Durchquerung der Höllentalklamm ein feucht, fröhliche Angelegenheit ist und festes Schuhwerk (und je nach Wetter) eine Regenjacke absolut empfehlenswert, bzw. notwendig sind. Mit der richtigen Ausrüstung ist die Wanderung aber für jung und alt ein großes Vergnügen und problemlos möglich.

Der Weg durch die Höllentalklamm

Hoellentalklamm

Die Höllentaleingangshütte

Die Höllentalklamm ist gezeichnet durch den Hammersbach, der sich über die Zeit in den Fels des Zugspitzmassivs im Wettersteingebirge seinen Weg gesucht hat. Die touristische Erschließung der Höllentalklamm fand Anfang des 20. Jahrhunderts statt. In der schneefreien Zeit von Mai bis Oktober ist die Klamm jeden Tag geöffnet. Aktuelle Informationen findest Du immer auf der Seite des Alpenverein GaPa. Die Eintrittspreise liegen für Erwachsene bei 4 EUR pro Person, Kinder und Mitglieder des DAV zahlen 1 EUR (Ausweis nicht vergessen!). Die Durchquerung der Höllentalklamm ist einen Kilometer lang und dauert je nach Betrieb circa eine Stunde. Am Eingang befindet sich ein kleines Musuem, dass einen sehr guten Überblick über die Erschließung der Klamm bietet. Der kurze Abstecher lohnt sich allemal bevor es auf den feuchten Pfad geht.

Hoellentalklamm

Durchquerung der Höllentalklamm

Der Weg durch die Höllentalklamm führt über schmale in Stein gehauene Pfade und Tunnel. Der im Tal so friedliche Hammersbach verwandelt sich in der Klamm in einen wilden rauschenden Gebirgsbach mit kleinen und größeren Wasserfällen. Wir hatten mit dem Wetter großes Glück, bei Sonne und dreißig Grad nimmt man das kühle Nass als echte Erfrischung gern an. Ansonsten bietet es sich an am Eingang zur Klamm einen Poncho zu kaufen, oder eben seine regendichte Jacke dabei zu haben. Du hast bei der Durchquerung auch die Wahl in einen der Tunnel auszuweichen, wenn es Dir zu nass wird. Allerdings verpasst Du dann natürlich das tolle Erlebnis in der Klamm. Zwischenduch wechselt der Weg immer wieder über kleine Brücken die Seiten wodurch sich immer neue Eindrücke in der engen Schlucht ergeben.

Galerie (zum Vergrößern klicken)

Nach atemberaubenden 1,2 Kilometern merken wir langsam wie die Luft wieder wärmer und der Bachlauf wieder breiter wird und sich das Ende der Höllentalklamm ankündigt. Natürlich hast Du von hier die Möglichkeit zum Ausgangspunkt auf gleichem Wege zurückzukehren. Wir haben uns aber dazu entschieden das Höllental noch weiter hinauf zu wandern zur im Jahre 2015 neu eröffneten Höllentalangerhütte. Die Höllentalangerhütte, die auch als Ausgangpunkt zur Zugspitzbesteigung genutzt werden kann, ist von hier noch etwa 40 Gehminuten entfernt. Viele Besucher nutzen den breiten Lauf des Hammersbach für eine kurze Pause und einem erfrischenden Bad in dem kühlen Gebirgsbach.

Zur neuen Höllentalangerhütte

Hoellentalklamm

Pause und Erfrischung am Hammersbach

Der Weg zur Höllentalangerhütte (1.387m) führt nach dem Ende der Klamm entlang des Tals stetig ansteigend den Berg hinauf, der wohlverdienten Brotzeit entgegen. Die Hütte liegt in einem Talkessel am Fuße des Wachsenstein und der Alpspitze. Auch die Zugspitze, die von hier aus in sechs Stunden bestiegen werden kann, ist am Horizont bei gutem Wetter zu sehen. Der Aufstieg zur Zugspitze führt über den Höllentalsteig und den Höllentalferner. Für diese Tour ist eine Klettersteig- und Gletscherausrüstung erforderlich.

Die alte Höllentalangerhütte wurde im Jahr 2013 abgerissen und durch einen lawinensicheren Neubau ersetzt. Da sich auch viele Tagestouristen auf den Weg hierher machen ist die Hütte stets gut besucht und bietet eine vielfältige Speisekarte mit allerlei leckeren lokalen Spezialitäten. Für Übernachtungsgäste gibt es 60 Betten- und 46 Lagerschlafplätze. Die Höllentalangerhütte gehört zur Sektion München. Für Tagesausflugsgäste bietet sich noch der Weg in den Talkessel an.

Hoellentalklamm

Mittagszeit auf der Höllentalangerhütte

Rückweg über den Stangensteig

Nach eine stärkenden Brotzeit machen wir uns auf den Rückweg Richtung Hammersbach. Um nicht den gleichen Weg durch die Höllentalklamm zurück nehmen zu müssen haben wir uns für den Rückweg über den Stangensteig entschieden. Der Abzweig zum Stangensteig befindet sich gut ersichtlich am Rande des Hammersbach eine halbe Stunde auf gleichem Rückweg von der Höllentalangerhütte entfernt. Dieser erfordert eine gewisse Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (schwarzer Schwierigkeitsgrad) und sollte nicht unbedingt mit Kindern begangen werden. Der Stangensteig führt oberhalb der Klamm in 1,5 Kilometern zurück zum Eingang der Höllentalklamm am Ende des Tals. Die zusätzliche Anstrengung (statt bergab geht es eher bergauf und dann steil bergab) wird mit tollen Eindrücken von der Klamm und neuen Blickwinkeln belohnt.

Auf dem Rückweg zurück durch das Höllental bietet sich der Hammersbach noch einmal für ein erfrischendes Bad, oder kurze Wäsche bevor es mit dem Auto von Grainau wieder Richtung Heimat geht.

Anmerkung: Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung der Zugspitz Region GmbH

Weitere Wanderungen im Wettersteingebirge

Kartenempfehlung: DAV Karte BY 8

Download: GPS Track (.gpx)

3 Kommentare

  1. Die Höllentalklamm ist wirklich eine Superwanderung – wir sind mal im Oktober durch- zwar bei trübem Wetter, dafür waren wir fast alleine unterwegs. Und das triste Grau hat dem Ganzen einen spannenden Touch gegeben.

  2. Die Tour hatte ich vor zwei Jahren als eine Art Variante zu Euer Tour gemacht: Auf das Kreuzeck hinauf, zum Osterfelderkopf gewandert und von dort hinab zur – damals noch Baustelle – Höllentalangerhütte und weiter nach Hammersbach durch die Höllentalklamm. Damals waren wir ziemlich alleine in der Klamm 🙂

    Klasse, dass ihr auch dort unterwegs ward!

    • Die Gegend lohnt sich immer für eine Wanderung. Wir hatten in der Partnachklamm das Glück „alleine“ zu sein, was wirklich in so einer beeindruckenden Kulisse nochmal ganz eigene Eindrücke erzeugt.
      Zur Höllentalangerhütte werden wir auch nochmal zurückkehren und von dort auf die Zugspitze aufbrechen…

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