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GR221 – 3. Etappe Refugi Tossal Verds – Port de Sóller

GR221 Refugi Tossal Verds Port de Soller

StreckeRefugi Tossal Verds - S’Olivar Vall - Embassament de Cūber - Barranc de Biniaraix - Biniaraix - Port de Sóller - Refugi de Muleta
Kilometer25,1
Höhenmeter hoch/runter1.300/1.750
Gehzeit9 Stunden

Die dritte Etappe vom Refugi Tossal Verds nach Port de Sóller gilt nicht umsonst als eine anstrengendsten aber auch schönsten Abschnitte des GR221.

Nachdem alle Sachen gepackt sind verlassen wir das Refugi Tossal Verds und starten die heutige Etappe nach Port de Sóller, für die es mehtrere Wegoptionen gibt. Neben unserer Variante durch die Schlucht S’Olivar Vall über einen Klettersteig auf der rechten Seite des Tals gibt es eine zweite Variante durch einige Tunnel auf der der linken Talseite. Außer dem Weg durch die Schlucht gibt es noch eine dritte Möglichkeit wenn man über den am Vortag gekommen Weg bis zum Font des Prat zurück und dann wieder den Berg hinauf geht und sich dann Richtung Es Collet hält. Neben dem Refugi Tossal Verds ist unser Weg Richtung Pas Llis ausgeschildert und wir folgen ihm steil den Berg hinauf.

GR221 Refugi Tossal Verds Port de SollerNach einem kurzen Anstieg biegt der Weg in ein idyllisches Tal (wo jede Menge Schafe weiden) um dann direkt auf der anderen Seite wieder steil den Berg hinaufzusteigen. Linker Hand kannst Du eine traumhafte Aussicht über die Serra Tramuntana genießen. Der Aufstieg ins S’Olivar Vall ist etwa eine Stunde lang und schweißtreibend bis wir den Klettersteig und den Abstieg in die Schlucht erreichen. Hier ist Trittsicherheit und Aufmerksamkeit gefragt, da es bei einem falschen Schritt recht tief hinab geht. Eine Sicherung am Stahseil, welches zum Festhalten vorhanden ist, ist aber nicht erforderlich. Entlang des Weges ist auch noch das Wrack eines abgestürzten Sportflugzeugs zu entdecken. Der schmale Pfad führt eng am Talrand entlang bevor er wieder steil ansteigt und auf eine Hochebene führt.

GR221 Refugi Tossal Verds Port de SollerDie Hochebene eignet sich perfekt als Rastplatz um noch einmal die Kräfte für den letzten Anstieg zu sammeln und den Blick zurück zu genießen bevor wir dem Weg folgen, der sich den Berg hinauf schlängelt. Am oberen Ende des Kamms durchqueren wir eine der vielzähligen Mauern durch einen Durchbruch. Direkt vor uns liegt der Puig Major mit seiner Militärstation auf dem Gipfel. Nach rechts uns links können wir die spektakuläre Aussicht bevor wir den Abstieg ins Tal Richtung Stausee Embassament de Cūber beginnen.

Unser Video zum GR221 (Alle Etappen)

Der Weg stößt im Tal auf eine Fahrstraße und biegt dann nach links ab um dann rechter Hand des Stausees über einen langen Weg relativ flach verlaufend in das dahinterliegende Tal zu führen.  Wir sind den GR221 im Mai zu Beginn des Sommers gelaufen und trotzdem war der Stausee nur auf knapp 40% seines Stauniveaus. Kurz vor Ende des Tals biegt der Weg nach rechts ab und führt durch den Wald relativ unbeschwert zum Coll de l’Ofre. Von hier sind es noch etwa 3 Stunden bis zum heutigen Etappenziel Sóller. Nach einem kurzen Abstieg durch den Wald folgt der Königsteil der heutigen Etappe mit 800m Abstieg durch die Barranc de Biniaraix.

GR221 Refugi Tossal Verds Port de SollerDer Aufstieg durch die Schlucht bis zum Cūber Stausee ist auch ein beliebtes Tagesausausflugsziel von Port de Sollér weswegen der Verkehr an Wanderern jetzt etwas zunimmt. Von Port de Sollér kann die Strecke hin und zurück in etwa 6-7 Stunden absolviert werden. Wenn man von Refugi Tossal Verds kommt und nicht aus Port de Sollér ist der Ausblick beim Eintritt in die Schlucht noch spektakulärer. Der Weg durch die Schlucht geht 3,5km und ist der natürliche Verbindungsweg in die Täler des Ofre, Cūber und dem Pla (Flachland Mallorcas). Wir arbeiten und aber über die Steinstufen in die Tiefe der Barranc de Biniaraix hinab. Kleine Pausen helfen uns zu erholen, erfordert der Abstieg doch volle Konzentration.

GR221 Refugi Tossal Verds Port de SollerIm kleinen Örtchen Biniaraix erwartet uns am Ortseingang ein kleines Café wo es eine Auswahl an selbstgemachten Säften und leckeren Kaffee gibt. Um die äußerst lange Etappe etwas abzukürzen haben wir uns ins Biniaraix dazu entschlossen die historische Straßenbahn nach Port de Sóller zu nehmen. Der Preis pro Person beträgt 6 Euro und die Fahrtzeit dauert etwa 15 Minuten spart aber 4 Kilometer. In Port de Sóller solltest Du direkt an der ersten Haltestelle aussteigen. Von der Endstation der Straßenbahn zum Refugi de Muleta musst Du sonst erst die gesamte Strandpromenade entlang laufen. Von der Haltestelle folgst Du einfach der Strandpromenade und anschließend der Straße direkt an der Küste und erreichst in etwa 30 Minuten das Refugi de Muleta, dass direkt am Leuchtturm auf der linken Seite der Bucht direkt am Meer liegt.

GR221 Refugi Tossal Verds Port de SollerDas Refugi verfügt über einen Gemeinschaftsschlafsaal für 30 Personen mit Doppelstockbetten. Es wird genauso zentral versorgt wie Tossal Verds und Son Amer und wird vom Consell de Mallorca betrieben. Preise und Essens- wie Getränkeangebot sind also gleich gut. Vom Refugi und den außenliegenden Bänken hat man einen tollen Blick aufs Meer. Direkt neben der Anlage liegt die Bar “Es Faro”. Da der GR221 auch für erfahrene Wanderer aufgrund seiner Beschaffenheit sehr anstrengend seind kann, lohnt es sich auf jeden Fall nach drei oder vier Etappen einen Tag Pause einzulegen um die Kräfte wieder aufzutanken. Port de Sóller ist der größte Zielort im Verlauf des GR221 und eignet sich damit bestens um hier einen Tag zu entspannen.

Download: GPS Track (.gpx)

Alle Artikel zum GR221

Etappenübersicht und Vorbereitung zum GR221
1. Etappe Pollença – Lluc
2. Etappe Lluc – Refugi Tossal Verds
4. Etappe Port de Sóller – Valldemosa
5. Etappe Valldemosa – Banyabulfar
6. Etappe Banyabulfar –  Ses Fontanelles
7.Etappe Ses Fontanelles – Sant Elm
Häufige Fragen zum GR221

Galerie (zum Vergrößern Klicken)

2 Kommentare

  1. Hallo, habt ihr 9h Gehzeit gebraucht, obwohl ihr für 4km die Straßenbahn genommen habt? Danke und lG! Nina

    • Hallo Nina,

      ja – diese Etappe ist eine der längsten und man muss trotz Straßenbahnfahrt mit einer Gehzeit von neun Stunden rechnen, was naürlich je nach Fitness auch variieren kann.

      Liebe Grüße

      Sebastian

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