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GR221 – Interview und Reisebericht

GR221 Reisebericht

Interview mit Bernd und Sylvia, die auf dem GR221 unterwegs waren. In Ihrem Reisebericht erhältst Du Insider Tipps rund um den Trockenmauerweg.

Der GR221 oder auch Ruta de Pedra en Sec, wie der Fernwanderweg auf Mallorca auch genannt wird, erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Der GR221 führt in sieben Etappen von Pollenca nach St. Elm, von West nach Ost. Die Ruta de Pedra en Sec zeigt ein wunderschönes Bild der Insel, jenseits von Ballermann Ständen.

Mallorca arbeitet so kontinuierlich daran das Angebot an Aktivitäten außerhalb von wilden Strandparties auszuweiten. Neben dem Radfahren sprechen Wanderwege hierbei die zweite große Zielgruppe an. Das Wegenetz des GR221 wird ständig erweitert und verbessert. Vor allem bei der Beschilderung gibt es hier in Teilen deutlichen Nachholbedarf. Deswegen empfiehlt es sich auch auf jeden Fall eine Karte und ein GPS-Gerät mitzuführen.

Unsere Etappenübersicht mit GPS Tracks zur Ruta de Pedra en Sec findest Du hier

Zwei unserer Freunde, Sylvia und Bernd, waren im letzten Oktober auf dem Trockenmauerweg unterwegs. Wir durften Ihnen nach Ihrer Rückkehr ein paar Fragen zu Ihren Erfahrungen auf dem Fernwanderweg stellen.

Warum habt Ihr Euch entschieden den GR221 zu laufen? Sylvia Du warst ja auch schon im Mai 2016 dabei?

Genau. Inzwischen war ich drei Mal auf dem Trockenmauerweg unterwegs. Ich finde die Landschaft auf dem GR221 super abwechslungsreich. Jede Etappe ist anders und die Vegetation unterscheidet sich sehr stark. Deswegen lohnt es sich auch immer öfters mal vorbeizuschauen.

Zu welcher Jahreszeit findest Du den GR221 am reizvollsten?

Wir waren ja auch nun schon zwei mal im Frühjahr auf dem Trockenmauerweg unterwegs. Aber am schönsten finde ich den Fernwanderweg im Herbst. Das Wetter ist dann immer noch sehr angenehm es ist nicht mehr zu heiss und man kann aber immer noch ins Meer und das Licht der Herbstsonne erzeugt eine ganz besondere Stimmung.

Welche Etappen des GR221 seid Ihr diesmal gelaufen?

Wir sind im Herbst 2017 zwei Etappen gelaufen – von Sóller zum Refugi Tossal Verds und dann nach Lluc. In Tossal Verds und in Lluc haben wir jeweils die Nacht verbracht. Bei meinen anderen beiden Ausflügen auf dem GR221 bin ich den Weg komplett gelaufen.

Wo habt Ihr auf Euren Etappen auf dem GR221 übernachtet?

Wir haben zum einen im Refugi Tossal Verds übernachtet. Das Refugi ist sehr schön in einem Tal gelegen und es ist sehr ruhig. Von der Terasse kannst Du bei einem kühlen Bier die Aussicht auf die umliegende Landschaft genießen. Die Berge und Felsen haben hier eine ganz spezielle Form.

In Lluc haben wir im Kloster übernachtet. Die Atmosphäre dort war schon etwas besonders. Die Zimmer sind zwar recht einfach, aber sind sehr gepflegt. Außerdem gibt es einen Swimming Pool in dem man nach der Wanderung noch ein kühles Bad nehmen kann. Vor dem Kloster gibt es auch noch einen kleinen Bäcker mit frischen Backwaren und Café con Leche.

Welche Geheimtipps und Erfahrungen würdet Ihr unseren Lesern gerne weitergeben?

Der Hauswein auf den Refugi hat ein super Preis- Leistungsverhältnis. Leider kann ich mich nicht mehr an das Weingut erinnern. Aber die Flasche für sechs Euro ist wirklich fair.

Was ich auch noch absolut empfehlen kann ist das C’an Mario in Valldemosa. Nach ein paar Übernachtungen in den Refugi ist das kleine Familienrestaurant eine Geschmacksexplosion. Alles super frisch. Hier gibt es auch die noch bessere Variante des Hauswein aus den Refugi. Unbedingt probieren!

Welche Ausrüstung war für Euch auf dem GR221 besonders wichtig?

Im Gegensatz zu anderen Fernwanderwegen verläuft der Trockenmauerweg ja nicht durch Hochgebirge. Die maximale Höhe ist mit 1.200m relativ gering. Dennoch ist der Weg sehr felsig und uneben. Teilweise geht es auch sehr lange über steile Passagen bergab. Deswegen würde ich auf jeden Fall gutes Schuhwerk empfehlen. Und ganz pragmatisch braucht man natürlich je nach Wetterlage (also meistens Sonne!) eine gute Sonnencreme.


Welche Touren und Ziele habt Ihr als nächstes geplant?

Wir sind als nächstes in den Bergen in Kolumbien und Ecuador unterwegs. Außerdem möchte Bernd noch auf den Kilimandscharo und die Signalkuppe.

Vielen Dank an Euch für Eure Antworten und weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Euren Wanderungen.

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