Bekleidung

North Face Quest Jacket im Test – Regenjacke für Alltag und leichte Touren?

North Face Quest Jacket Test

Vereint die North Face Quest Jacket gutes Aussehen mit Funktion und das noch zu einem günstigen Preis?

Für den Alltag war ich auf der Suche nach einer neuen Regenjacke. Sie sollte in erster Linie gut aussehen und gleichzeitig auch noch Schutz vor Regen und schlechtem Wetter bieten.

Ich habe schon diverse Jacken von North Face gehabt und war mit der Qualität sehr zufrieden. Aus diesem Grund habe ich mich auch wieder bei der Marke aus Kalifornien umgesehen.

Bei der Vielzahl von Modellen die North Face mittlerweile im Programm hat bin ich bei der North Face Quest Jacket fündig geworden. Die North Face Quest Jacket stellt den Einstieg in die Vielzahl von Funktionsjacken der Amerikaner dar.

Das Design der Jacke setzt eindeutig den Schwerpunkt auf gutes Aussehen, bietet aber mit DryVent auch eine wind- und wasserdichte Membran. Damit ist die Jacke auch für leichte Touren gut geeignet. Ich nehme die North Face Quest Jacket zum Beispiel gerne in den Urlaub mit, wenn ein breites Programm von Strand, Kultur und Tageswanderungen ansteht. Aktuell waren wir grad in Spanien unterwegs. Dort hat mir die Jacke auf einigen Tageswanderungen guten Wetterschutz geboten.

Funktion und Features der North Face Quest Jacket

Die North Face Quest Jacket ist mit einer wind- und wasserdichten DryVent Membran ausgestattet. Diese ersetzt im wesentlichen die von North Face seit Jahren verwendete HyVent Membran. Die DryVent Membran wird in verschiedene Leistungsklassen mit einem unterschiedlichen Aufbau eingeteilt:

  • DryVent 2L besteht wie der Name schon sagt aus zwei Lagen. Die äußere Schicht besteht aus einem dichten Gewebe, was vor allem vor Abrieb schützt und die darunter liegende Polyurethan Membran schützen soll. Diese sorgt für die Wind- und Wasserundurchlässigkeit bei gleichzeitiger Atmungsaktivität der DryVent Membran. Die DryVent 2L Membran findet auch in der North Face Quest Jacket Verwendung
  • Bei der Bekleidung mit DryVent 2,5L kommt statt der äußeren Gewebeschicht, die wasserabweisend behandelt ist, ein wasserdichtes Gewebe zum Einsatz. Diese erhöht die Wassersäule der Membran noch einmal zusätzlich.
  • DryVent 3L hat einen klassischen 3-lagigen Aufbau für höchste Ansprüche bei Wind- und Wasserschutz. Die absolut wasserdichte und abriebfeste Außenschicht wird gefolgt von der Polyurethan Membran. Zusätzlich hast Du bei Dryvent 3L eine Innenschicht, die den Tragekomfort und die Atmungsaktivität erhöht.

Leider schweigt sich North Face bezüglich der Wassersäule für die drei Technologien aus. Ich würde aber mal schätzen, dass alleine aufgrund des Preisniveau DryVent 2L etwa über 5.000mm Wassersäule, DryVent 2,5L über 10.000-15.000mm und DryVent 3L über mindestens 25.000mm Wassersäule verfügen sollte.

Eine kritische Stelle für die Wasserdichtigkeit eines Kleidungsstücks stellen grundsätzlich die Reißverschlüsse dar. Normale Reißverschlüsse sind nach außen gerichtet über die oft die Feuchtigkeit ins Innere eindringt. Bei der North Face Quest Jacket sind Reißverschlüsse nach innen genäht. Damit hast du außen eine relativ flache Fläche über die die Feuchtigkeit schlechter eindringen kann. Grundsätzlich werden die Reißverschlüsse aber auch als wasserdicht angegeben.

Jacken die stärker auf Funktion ausgerichtet sind verfügen über geklebte Reißverschlüsse. Für den Alltag und leichte Touren aber meiner Meinung nach übertrieben. Auch auf Reißverschlüsse unter den Armhöhlen wird bei der North Face Quest Jacket verzichtet. Dies verringert etwas die Atmungsaktivität.

Die Kapuze der North Face Quest Jacket kann bei starkem Wind und Regen durch ein Gummizugband komprimiert werden und schützt so sicher vor Wind und Regen.

Design der North Face Quest Jacket

Die North Face Quest Jacket ist eine Regenjacke für den täglichen Gebrauch, die auch auf leichten Touren eine gute Figur macht. Wenn wir schon bei guter Figur sind – ich trage die Jacke zu Jeans und Sneaker als auch im Büroalltag.

Die North Face Quest Jacket ist in einer Vielzahl von unterschiedlichen Farben erhältlich. Ich habe mich für Navy Blue entschieden. Nicht einfach nur schwarz und passt (fast) immer.

Thema Aussehen und Sitz – wichtig! Die North Face Quest Jacket ist extrem großzügig geschnitten. Ich trage normalerweise L. In dieser Größe ist die Jacke mir viel zu groß. Einfach eine Größe kleiner bestellen und schon passt es wieder.

Natürlich gibt es von der North Face Quest Jacket ein Modell für Damen und ein Modell für Herren, welche jeweils vom Schnitt her auf die beiden Geschlechter angepasst sind.

Mein Fazit zum Test der North Face Quest Jacket

Die letzten Wochen haben mir eine gute Möglichkeit gegeben die Funktion der North Face Quest Jacket zu testen. In Deutschland hat es nur geregnet und wir waren noch zwei Wochen in Spanien zum Wandern unterwegs.

Ausschlaggebendes Kaufkriterium war für mich ehrlich gesagt das Aussehen der North Face Quest Jacket. Aber auch beim Thema Funktion muss die Regenjacke von North Face keinesfalls zurückstecken.

Auf fehlende Features wie geklebte Reißverschlüsse und Luftöffnungen in den Armhöhlen kann ich im Alltag gerne verzichten und auch bei leichten Wanderungen wirst Du es nicht vermissen.

Grundsätzlich fühle ich mich mit der North Face Quest Jacket für jede Situation gut gerüstet. Egal ob abends in der Bar, im Büro oder beim Wandern im Wald.

Für Bergtouren im Hochgebirge ist die Jacke nicht geeignet. Im Ausnahmefall (z.B. bei spontanen Ausflügen ins Gebirge beim Backpacking) möglich, dann musst Du aber mit der eingeschränkten Atmungsaktivität und Wetterfestigkeit leben.

Der Straßenpreis schont mit knapp 80 EUR den Geldbeutel und erscheint für das Gebotene angemessen. Bei seltenen Größen kann man auch online oft mal einen tieferen Sonderpreis finden. Schau am besten mal rein.

Alternativen zur North Face Quest Jacket

Fast jeder der großen Outdoorhersteller hat heute einfache Regenjacken für den täglichen Gebrauch und für leichte Wanderungen im Programm. Der Preisbereich liegt in der Regel zwischen 60 und 100 EUR. Günstiger kommt Du bei kleinen Marken wie zum Beispiel CWP weg.

Wenn Du Dir alternativ mehr Funktion, wie eine 3-lagige Membran und geklebte Reißverschlüsse wünschst, aber trotzdem nicht mehr bezahlen willst, sollest Du Dir die Forclaz 400 von Quechua anschauen. Diese ist uneingeschränkt für’s Hochgebirge geeignet. Ich selbst benutze die Forclaz 400 auch.

Viel Spaß bei der Auswahl Deiner Regenjacke. Hast Du schon Erfahrungen mit der North Face Quest sammeln können? Wir freuen uns über einen Kommentar unter dem Artikel.

Wenn Dir der Artikel gefällt, dann Teile ihn doch mit Deinen Freunden über die Buttons weiter unten. Dort kannst Du Dir den Artikel auch ausdrucken.

0 Kommentare

Kommentar verfassen