Pfalz

Runderwanderweg Pfalz über den Eckkopf und die Wachtenburg (16 Km/770 Hm)

Eckkopf Wachtenburg

Wir erkunden die Wanderwege um Bad Dürkheim. Diesmal geht es auf den Eckkopf und zur Wachtenburg. Einsame Pfade und tolle Aussichten.

StreckeDrei Eichen-Weißer Stein-Eckkopf-Wachtenburg-Drei Eichen
Kilometer16,4
Höhenmeter770
Gehzeit4-5 Stunden

Wer unsere Wanderungen verfolgt und vielleicht auch mal selber ausprobiert hat, wird ihn kennen. Den Wanderparkplatz Drei Eichen am Ende von Seebach, einem Ortsteil von Bad Dürkheim, groß und ideal gelegen für wunderbare Wanderungen in die Waldeinsamkeit, außer natürlich man geht auf direktem Wege zum Rasthaus Lambertskreuz. Ich glaub die Anzahl der Sitzplätze dort werden nie ausreichend sein.

Hier findest Du eine Übersicht aller unserer Wanderungen in der Pfalz

Auf unserer Wanderung in der Pfalz über den Eckkopf und die Wachtenburg findest Du wieder einige Einkehrmöglichkeiten um Dich für den weiteren Weg zu stärken. Die Hütten sind entweder direkt am Weg, oder über einen kleinen Abstecher zu erreichen:

  • Naturfreundehaus Oppauer Haus
  • Forsthaus Rotsteig
  • Eckkopf
  • Ruine Wachtenburg
  • diverse Einkehrmöglichkeiten in Wachenheim

Da es sich um eine Rundwanderung handelt, kannst Du diese Tour natürlich auch an mehreren Startpunkten beginnen um dann wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen. Hierfür eignen sich unter anderem:

  • Parkplatz Bad Dürkheim, Ortsteil Seebach, Drei Eichen
  • Ruine Wachtenburg
  • Ortskern Wachenheim

Von den Drei Eichen zum Eckkopf

Wir haben uns einen schönen kalten Januarsonntag ausgesucht für unsere Runde die hinüber zum Eckkopf gehen soll und dann über Wachenheim wieder zurück. Es ist heute bereits Mittag also heißt es stramm durchlaufen, wollen wir die Runde noch im hellen beenden, denn sie sollte auch noch etwas länger werden als gedacht. Auch haben wir diesmal noch einen vierbeinigen Begleiter dabei, der uns hoffentlich im Tempo unterstützt.

Ordentlich verpackt und die Rucksäcke aufgerückt geht es los, zur Entspannung erst einmal wieder ein wenig bergab, was solls. Die richtige Richtung zeigt uns der schwarze Punkt auf weißem Untergrund und das Naturfreundezeichen zum Weißen Stein und zu Oppauer Hütte.

Das bergabwärts ist an einen kleinem Weiher beendet, stramm zieht ab jetzt der Weg bergauf, wir kommen ins Schnaufen und die erste Jacke muss runter. Diese Steigung ist erst am „Weißer Stein“ beendet (Rettungspunkt 6514-704).

Unsere geplante Tour verlässt jetzt den schwarzen Punkt, wechselt auf blau-weißer Strich, links hinunter,  aber immer noch zum Oppauer Haus, welches wir jedoch rechts liegen lassen.

Wer natürlich jetzt schon Hunger und Durst verspürt und an einem Sommertag viel Zeit hat, den wollen wir nicht daran hindern den kleinen Umweg ca. 500 m hinab zu steigen. Später geht er oder sie einfach wieder talwärts weiter und wird auf unseren gewohnten Pfad stoßen.

Noch ein Wort zum Weißen Stein, man kann von hier auch weiter den schwarzen Punkt bis zum Forsthaus Rotsteig folgen, dort ist auch ein Großparkplatz und der Eingang zum Kurpfalzpark und natürlich Gastronomie und von dort aus wieder auf unseren Pfad stoßen. Da wir anders als geplant aufgrund von Forstarbeiten einen Umweg gehen mussten.

Vom Rotsteig dem Roten Dreieck folgen, Richtung Eckkopf, dann kann nichts schiefgehen.

Aber zurück zu unserem eigentlichen Weg, vorbei oberhalb des Oppauer Hauses stetig abwärts von unserer zuvor gewonnenen Höhe folgen wir weiter Weiß-Blau, kreuzen die Straße im Wachenheimer Tal, links nach Wachenheim, rechts zu Kurpfalzpark.

Und auf der anderen Straßenseite sollte es gleich wieder steil nach oben zum Eckkopf gehen, aber nichts da, Weg gesperrt wegen Forstarbeiten, und man kann ja nie wissen was einen erwartet, also sind wir der Umleitungsempfehlung gefolgt, etwas Zeit zum Verschnaufen,  weißer Punkt Richtung Forsthaus Rotsteig, kurzer Blick in die Karte, kein Problem, auch nicht wirklich ein großer Umweg, auf die paar Meter mehr kommt es nicht an, wir haben inzwischen ein gutes Schrittempo erreicht.

Es geht im Talgrund immer ein gutes Stück von der parallel verlaufenden Straße getrennt auf schönem Waldweg mit leichter Steigung, was will man mehr, außer einem guten Bier. Man kommt vorbei am sogenannten Festplatz, einer Grillhütte und dem Aybachbrunnen, auf der gegenüberliegenden Talseite. Weiter gehts immer dem Weißen Punkt nach.

Der Weg steigt jetzt kräftig an, die Straße liegt tief unter uns und wir stoßen auf das schon erwähnte rote Kreuz und gehen nach links abbiegend weiter durch den hier vorherrschend immer wieder schönen lichten Kiefernwald. Rot-Weißer Strich unterstützt uns noch dabei und der Weiße Punkt ist natürlich auch noch da.

Nach ca. 500 m trennen sich die Wanderzeichen am Rettungspunkt 6514-702. Das rote Dreieck biegt nach links zum Eckkopf ab, gefühlt geradeaus geht es zum „Am weißen Stich“ und dann zum Eckkopf, der Weiße Punkt geleitet jene, welchen diesen Weg wählen.

Wir entscheiden uns auch dafür, aber es führen beide Wege nach oben. Am weißen Stich wartet eine kleine Rastmöglichkeit, Überdachung und Bank auf den hungrigen Wanderer. Der Weg lässt immer wieder schöne Ausblicke auf unseren Pfälzer Wald zu. Heute ist es etwas trüb, aber die Sonne blinzelt auch manchmal durch und ergibt ein respektables Fotolicht.  

Noch ein letztes Stück erst auf breitem Fahrweg, dann nach links abzweigend, stetig bergauf dem weißen Punkt folgend kommen wir schnaufend auf dem Eckkopf an.

„Es ist wirklich ganz wunderbar hier oben auf dem Eckkopf. Ein rotes Holzhaus mit Aussichtsturm, die Gaststätte jetzt um diese Zeit natürlich noch geschlossen, aber ab Ende Februar an den Wochenenden lädt diese zu einem willkommenen Radler oder Bier oder Wein ein“

Wir verpflegen uns heute jedoch selbst, haben alles notwendige mit, und das ist das gute hier oben, überdachte und windgeschützte Sitzbänke und Tische, was will man in diesem Moment mehr. Der Aussichtsturm ist natürlich auch frei zugänglich und man kann bei Bedarf die wunderbare Aussicht genießen. Den Eckkopf umgibt eine besondere Aura, auf jeden Fall sollte man hier etwas verweilen. Zumal es auch der höchste Punkt unserer Wanderung ist.

Vom Eckkopf zur Wachtenburg

Ab jetzt geht es erst einmal nur bergab Richtung Wachenheim und der Ruine Wachtenburg immer dem Roten Dreieck folgend. Ein schöner Bergpfad mit vielen Steinen, jetzt im Winter nicht immer ganz unproblematisch. Vorbei an einer Wegkreuzung Rettungspunkt 6514-714 weiter zum oberen Ende des Odinstales oberhalb von Wachenheim.

Ab jetzt ändert sich der Charakter der Landschaft, wir kommen aus dem Wald und betreten die ersten Weinberge vorbei an fast verfallenen stimmungsvollen Gärten mit schönen alten Bäumen und kommen oberhalb der Wachtenburg an.

Spätestens hier trifft man wohl zu jeder Jahreszeit auf jede Menge Leute, es ist aber auch schön hier. Und man sollte unbedingt sich Zeit für eine Rast nehmen und auf den alten Burgmauern sitzen, vorausgesetzt das Wetter lässt es zu.

„Die Wachtenburg, oberhalb von Wachenheim an der Weinstraße, gilt als Wahrzeichen des Ortes und wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Sie ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer aufgrund ihrer tollen Aussicht über die Rheinebene. Das Gasthaus hier hat einen tollen Außenbereich. Im Sommer ist für ausreichend Schatten gesorgt. Hier findest Du mehr Infos.“

Nun noch ein paar Alternativtipps. Wer die Berührung mit der Wachtenburg oder das Ortsgebiet meiden will, kann bereits am zuvor genannten Rettungspunkt nach links auf Rot-Weiß abbiegen und dann ab der Wachenheimer Talstraße gemeinsam mit dem Pfälzer Weinsteig weitergehen. Wir kommen später wieder zusammen. Aber es sei gesagt, es ist nur Wald und ein nicht zu unterschätzender zusätzlicher Anstieg. Es besteht auch die Option oberhalb der Wachtenburg den Pfälzer Weinsteig Richtung Bad Dürkheim zu laufen. Ansonsten gilt das vorgenannte.

Von der Wachtenburg zum Wanderparkplatz Drei Eichen

Aber wir sind von der Burg nach Wachenheim hinunter, teils an wirklich ganz wunderbar restaurierten Häusern und Häusschen mit schönen Höfen vorbei. Auch hier die Kennzeichnung Pfälzer Weinsteig, bis wir auf den Weinwanderweg (Grüne Trauben) und den Roten Strich stoßen. Hier gehen wir nach links und folgen den genannten Zeichen weiter durch den Ort bis das Rot-Gelb, was unterwegs dazu gekommen ist, nach links in ein Tal Richtung Wald abzweigt.

Hier gehen wir noch ein Stück bis an einem kleinen Spiel- und Parkplatz Rot-Gelb auf den Talhang abzweigt und leicht ansteigend  weiterläuft. Besser als auf der Straße, welche man natürlich auch weitergehen kann, geht dann später in einen Fahrweg über, keine Angst man kommt auch an, wenn man sich immer an den Bachlauf hält.

Eckkopf Wachtenburg

Zugefrorener Bachlauf

Übrigens wenn man Wachenheim als Ausgangspunkt wählt, lässt sich die Wanderung mit dem Besuch der Wachtenburg und einem Schoppen Wein abschließen. Auch keine schlechte Idee. Aber Achtung, außer dem Fahrer, leider.

So der letzte Wegabschnitt folgt und wie immer zieht der sich, aber es ist ein liebliches Tal, nur der Tag ging langsam zur Neige und wir mussten stramm laufen. Hier gibt es eigentlich nichts mehr groß zu beachten, man kann den Trimm-Dich-Pfad nutzen wer noch nicht genug hat, kann die verschiedenen Quellwasser kosten oder die Füße kühlen, für uns leider nicht möglich, der Bach war zugefroren.

Vorbei an den Rettungspunkten 6514-670, hier stößt die o. g. Querverbindung des Pfälzer Weinsteiges wieder auf unseren Weg und 6514-668 immer auf Rot-Gelb achtend, kreuzen den parallel verlaufenden Fahrweg, um ab hier mit einem kurzen kräftigen Anstieg zum Ende unserer ausgezeichneten Wanderung zu kommen.

Zufrieden und doch geschafft, nur unser kleiner Hundegesell macht nicht den Eindruck zum Ende kommen zu wollen.

Noch nicht das Richtige? Vielleicht sind diese Wanderungen etwas für Dich:

Wir hoffen es hat Spaß gemacht uns zu folgen und wünschen Euch beim Nachwandern viel Spaß und wie immer, die Runde kann auch anders herum gegangen werden. Die Einkehrmöglichkeiten sind ja in den gleichen Abständen ungefähr verteilt. Mit dem „Drucken“-Button unten kannst Du die Wanderung ausdrucken, oder ein PDF erzeugen.

Hier kannst Du Dir den GPS Track runterladen: GPS Track (.gpx)

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