Alpen

Vier Wege auf die Zugspitze

Zugspitze wandern besteigen

 

Die Zugspitze mit Ihren 2962 Metern ist nicht nur der höchste Berg Deutschlands sondern wohl auch einer der touristisch erschlossensten. Zwei Gondel führen auf den Gipfel, eine aus Ehrwald in Österreich und eine aus Garmisch Partenkirchen. Wer es allerdings vorzieht zu Fuß, mit eigener Muskelkraft, die Spitze zu erreichen, dem haben wir hier die vier gängigsten Wege zum Gipfelkreuz der Zugspitze beschrieben:

Route:Höhenmeter:Dauer:Etappen:Schwierigkeit:Länge:
Reintal - Knorrhütte - Zugspitze253010h1-2mittel / 2 Etappen
schwer / 1 Etappe
22,2
Höllental - Höllentalferner - Gipfel22007h1-2schwer
Gletscherüberquerung + Klettersteig
10,1
Ehrwald - Wiender-Neustädter Hütte17646h1schwer
Stopselzieher Klettersteig
5
Ehrwald - Gatterl20559h1schwer13,6

Durchs Reintal über die Knorrhütte zum Gipfel

 

Der technisch einfachste und trotzdem atemberaubende Aufstieg über das Reintal ist am einfachsten in zwei Etappen zu meister. Am ersten Tag steigen wir bis zur Knorrhütte auf. Am zweiten Tag wartet dann noch eine kurze steile Etappe bis zum Gipfel auf uns. Der Vorteil dieser Variante ist, daß man sehr früh morgens auf dem Gipfel sein kann. Wer den Toursitenmassen entgehen will, dem empfehle ich diesen Aufstieg wie beschrieben in zwei Etappen.

Wir beginnen unseren Aufstieg am Bahnhof in Garmisch Partenkirchen. An den Olympiaschanzen vorbei erreichen wir bald die Partnachklamm. Nach der majestätischen Klamm halten wir uns rechts und folgen dem Reintal bis zur Reintalangerhütte. Nun beginnt der Aufstieg zur Knorrhütte. Nach einer Übernachtung auf der Knorrhütte beginnen wir ausgeruht den Gipfelsturm. Nach wenigen Stunden haben wir es geschafft und stehen auf dem höchsten Punkt Deutschlands.

Diese Route eignet sich vor allem für weniger erfahrene Bergwanderer. Eine ausführliche Beschreibung findest Du hier.

volle Distanz: 27.62 km
Maximale Höhe: 2963 m
Minimale Höhe: 633 m

 

Durchs Höllental über den Höllentalferner und einem Klettersteig zum Gipfel…

 

Eine sehr schöne, wenngleich sehr anstregende Tour führt durch das Höllental. Gleich am Anfang wartet die berühmte Höllentalklamm auf uns, eine beeindruckende Klamm mit senkrechten Felswänden und tobenden Wasserfällen. Man sollte früh am Morgen aufbrechen um dem Besucherstrom zu entgehen. Nach dem wir die Klamm verlassen haben erreichen wir nach kurzer Zeit die neue Höllentalangerhütte. Es wurde lange und ausführlich über die nun sehr modern anmutende Hütte diskutiert, ich persönlich finde die Hütte gelungen und erfüllt Ihren Zweck. Sie ist sicherlich nicht mehr so uhrig wie die alte Hütte, aber die alte Hütte war einfach nicht mehr zeitgemäß und dem Besucherandrang nicht gewachsen. Die Architektur der Hütten des DAV sind allerdings sehr zurückhaltend. Man schaue sich mal die neuen Hütten des SAC an. Die allerdings auch einen tollen Komfort bieten.

Von der Höllentalangerhütte hat man einen tollen Blick auf die Zugspitze und wir erkennen in der ferne schon den Höllentalferner, unser nächstes Ziel. Da wir den Höllentalferne überqueren müssen ist Vorsicht und die richtige Ausrüstung unverzichtbar, auch bei diesem kleinen Gletscher lauern Gefahren. Vor allem der Übergang von Gletscher zur Wand kann sich als schwierig erweisen.

Wenn der Ferner überwunden ist, beginnt der Klettersteig zum Gipfel. Wer die Tour an einem Tag geht, sollte über eine sehr gute Kondition verfügen. Ein tolles Erlebnis ist gewiss.

volle Distanz: 10.77 km
Maximale Höhe: 2946 m
Minimale Höhe: 758 m

 

 

Von Ehrwald über die Wiener-Neustädter Hütte zum Gipfel

 

Diesen zum Teil als Klettersteig geführten Aufstieg beginnen wir an der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald. Durch den Wald führt uns der Weg zur Wiener-Neustädter Hütte. In dieser kleinen und gemütlichen Hütte kann man auch übernachten.

Kurz nach der Hütte beginnt der Anstieg inklusive dem Stopselzieher Klettersteig.

Eine kurze aber nicht minder anstrengende Tour. Die Höhendifferenz von knapp 1800 Metern sollte nicht unterschätzt werden. 

volle Distanz: 5.4 km
Maximale Höhe: 2945 m
Minimale Höhe: 1220 m

Von Ehrwald über das Gatterl zum Gipfel

 

Im Tiroler Örtchen Ehrwald beginnt diese mittelschwere Tour auf die Zugspitze. Der Weg beginnt etwas oberhalb der Gondelstation. Über einen Forstweg gelangt Ihr zum Berggasthof Ehrwalder Alm. Ab hier ist die Knorrhütte und das Gatterl ausgeschildert und Ihr könnte den Wegweisern folgen.

Nachdem Ihr schöne Almen und Hütten passiert habt, kommt Ihr zur namensgebenden Stelle dieses Aufstiegs. Das Gatterl, bezeichnete früher ein Gatter welches an diesem Übergang stand. Nach einem kurzen drahtseilversichertem Stück, bei dem nochmals Euere Schwindelfreihet gefragt ist erreicht Ihr bald die Knorrhütte. Nun gleicht der Aufstieg dem aus dem Reintal.

volle Distanz: 13.9 km
Maximale Höhe: 2942 m
Minimale Höhe: 1107 m

 

Alle Routen sind alpine Wege und beinhalten dementsprechende Gefahren, insbesondere Wettereinbrüche sind an der Zugspitze keine Seltenheit. Der einfachste Weg auf die Zugspitze ist der Aufstieg über das Reintal in zwei Etappen. Wie bei allen Bergtouren sollte die richtige Notfallausrüstung (alle Infos findest Du hier) mitgeführt werden. Der Blick auf die Wetterapp sollte am Morgen des Aufbruchs selbstverständlich sein.

Der Rückweg:

Alle beschriebenen Touren enden am Gipfel der Zugspitze. Man kann von dort mit der Gondel nach Garmisch Partenkirchen oder nach Ehrwald abfahren. Bitte die Fahrpläne beachten!!!

Auf dem Weg nach Garmisch nehmt Ihr zuerst die nagelneue Gondel bis zum Zugspitzplatt und von dort fährt die Zugspitzbahn zum Bahnhof in Garmisch Partenkirchen.

Auf dem Weg nach Ehrwald nehmt ihr die Gondel nach Ehrwald, dort kommt Ihr mit Bussen zum Bahnhof.

Die für mich schönere Variante ist der Abstieg zu Fuß. Dieser bietet sich zum Beispiel zur Knorrhütte an.

Ich hoffe unser Artikel konnte Dich inspirieren und wenn Du noch Fragen hast, schreib uns einfach an… Viel Spaß beim Gipfelsturm auf die Zugspitze!

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