Mannheimer Hütte

Mannheimer Hütte und Schesaplana

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WegpunkteOberzalimhütte, Leibersteig, Mannheimer HütteSchesaplana, Lünersee
Kilometer1118
HöhenmeterAuf 1.600Auf 550
Ab 2.100
Gehzeit6 Stunden7 Stunden

Tag 1: Von Brand zur Mannheimer Hütte

Mannheimer HütteDer Aufstieg zur Mannheimer Hütte kann grundsätzlich von Anfang Juli bis Mitte September unternommen werden. Die genauen Öffnungszeiten findest Du auf der Webseite. Außerhalb der Hüttenöffnungszeiten verfügt die Mannheimer Hütte über einen Winterraum, der jederzeit geöffnet ist. Wir sind diese Tour Anfang September 2015 gelaufen.

Wenn Du Dir unsicher bist was Du für eine 2-tägige Hüttentour an Ausrüstung benötigst, oder einfach nur checken willst ob Du alles dabei hast, lade Dir unser Packliste für Hüttentouren herunter.

Wir starten den Aufstieg zur Mannheimer Hütte in Brand (Österreich, Vorarlberg) vom Parkplatz Palüd am Ende des Ortes. Der geschotterte Weg führt uns durch den Wald hinauf zur Oberzalimhütte. Etwa 1,5 Stunden bevor wir die Hütte auf 1.889m erreichen verlassen wir den Wald und Mannheimer Hüttequeren beschauliche Almen um schließlich auf dem letzten Wegstück zur Oberzalimhütte noch einmal einen steilen Anstieg zu meistern. Die Oberzalimhütte dient als Versorgungshütte für die Mannheimer Hütte und ist per Materialseilbahn angebunden (Rucksacktransport möglich). Hier hast Du noch einmal die Möglichkeit Dich zu stärken. Außerdem solltest Du Dich je nach Wetterlage über die Aufstiegsbedingungen zur Mannheimer Hütte erkundigen. Zur Hütte führen der Straußsteig und der Leibersteig. Kürzer und leichter ist der Leibersteig. Aufgrund von Schneefall haben wir uns für den Leibersteig entschieden.

Nach kurzer Rast geht es weiter Richtung Mannheimer Hütte um Mannheimer Hüttedie letzten 800 Höhenmeter zu überwinden. Der Weg wird spürbar steiler und exponierter. Beim Aufstieg zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist im Hochgebirge auf jedes Wetter vorbereitet zu sein. Wir hatten mit leichtem Schnefall gerechnet und wurden schließlich mit einer Schneeschicht von 30 cm konfrontiert. Entsprechend vorbereitet hatten wir unsere Winterausrüstung in Form von Handschuhe, Mütze und einer extra Bekleidungsschicht dabei. Die Temperaturen lagen hier bereits bei unter null Grad. Mit zunehmender Höhe nahm der Schneefall und die Bewölkung deutlich zu. Das obere Wegstück ist mit Drahtseilen gesichert bevor es auf die Ebene zur Mannheimer Hütte auf 2.679m geht.

Mannheimer HütteAls Schutzhütte der Kategorie 1 bietet sie 130 Schlafplätze im Matratzenlager (100) und Mehrbettzimmern (30). Es gibt saubere Waschräume mit kaltem Wasser und ohne Dusche. Es wird aber bereits von der DAV Sektion Mannheim überlegt hier die Wasserversorgung zu verbessern. Wir kamen auf der Mannheimer Hütte gegen 15:00 Uhr an. Bis zum Abend gesellten sich noch weitere acht Gäste zu uns (von über 80 Reservierungen), die wie wir später erfuhren, unseren Fußspuren gefolgt waren. Wir orientierten uns per GPS Gerät, alle Wegmarkierungen waren zugeschneit. Zum Abend gab es eine leckere Lammkeule, grundsätzlich ist die Küche in der Hütte sehr gut. Nach ein paar Hellen ging es mit Funktionsbekleidung und Mütze in den Schlafsack.

Tag 2: Über die Schesaplana nach Brand

Mannheimer HütteAm nächsten Morgen gab uns Hüttenwirt Matthias den Hinweis aufgrund der Wetterlage (es hatte die ganze Nacht durchgeschneit) nicht den direkten Rückweg über den Leibersteig anzutreten. Der einzig mögliche Weg führte über den Brandner Gletscher und die Schesaplana zum Lünersee nach Brand. Die anderen Gäste schlossen sich uns an, da wir als einzige ein GPS Gerät dabei hatten. Die Wegfindung gestaltete sich trotz GPS Gerät als äußerst schwierig. Wir hatten stets  mit einer Ungenauigkeit von etwa 10m zu kämpfen was uns die Bekanntschaft mit der ein- oder anderen Felsspalte bescherte. Nach der Überquerung des Brandner Gletschers sind wir über ein Seil auf eine Anhöhe geklettert. Von dort ging relativ gerade weiter bis zum Anstieg zur Schesaplana (2.965m). Den Eintrag in unser Gipfelbuch ließen wir uns nicht nehmen bevor wir den Abstieg zur Totalphütte nach etwa 3 Stunden Gehzeit begannen.

Mannheimer HütteDer Abstieg beginnt relativ steil mit einer Drahtseilsicherung, wobei der Weg in unserem Fall spiegeglatt war und führt dann stetig bergab zur Totalphütte auf 2.385m. Hier gibt es noch einmal eine kurze Stärkung in Form einer Kartoffelsuppe bevor es auf die letzten Meter Richtung Lünersee geht. Von der Totalphütte benötigen wir etwa eine Stunde bis zur Bergstation der Lünerseebahn. Von dort geht es ins Tal und mit dem bereits wartenden Bus zurück nach Brand wo unser Auto wartet.

Download: GPS Daten (.gpx)

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2 Gedanken zu „Mannheimer Hütte und Schesaplana“

  1. Das hört sich ja abenteuerlich an. Ich kenne die Tour nur vom Lünersee aus zur Schesaplana, aber ohne Schnee. Kein Vergleich also. So wie ich mich kenne, hätte ich bei Wintereinbruch in der Hütte Urlaub gemacht, und wäre keinen Schritt weiter gelaufen.
    Viele Grüße
    Carolin

    1. Hallo Carolin,

      ja mit ganz soviel Schnee hatten wir auch wirklich nicht gerechnet. In der Hütte war es außer im Aufenthaltsraum auch recht kalt, weswegen der Abstieg glaube ich nicht die schlechteste Wahl war 🙂
      Viele Grüße
      Sebastian

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