Pfalz

Winterwandern in der Pfalz auf die Kalmit (18 Km/1.000 Hm)

Winterwandern Pfalz Kalmit

Ein Tag Urlaub und geniales Wetter? Ab in die Pfalz! Super schöne Rundwanderung von Sankt Martin über den Kalmit und die Totenkopfhütte.

StreckeSankt Martin-Gasthaus Woisel-Kalmit-Totenkopfhütte-Hüttenbrunnen-Haus an den Fichten-Sankt Martin
Kilometer17,8
Höhenmeter1010
Gehzeit6 Stunden

Der Ausgang unserer Wanderung ist der Parkplatz an der Totenkopfhöhenstraße von St. Martin aus, an der Grillhütte und dem „Haus an den Fichten“. Wir sind an einem Montag bei herrlichem Winterwetter durch einen zauberhaften weißen Märchenwald diese Pegasus-Runde von hier beginnend über die Kalmit, Richtung Totenkopfhütte, Lolosruhe und Hüttenbrunnen gelaufen.

Hier findest Du eine Übersicht aller unserer Wanderungen in der Pfalz

Entlang der Route findest Du eine Vielzahl von Einkehrmöglichkeiten. Als erstes wirst Du auf das Gasthaus Woisel treffen, bevor Du auf den Kalmit kletterst. Dort befindet sich das Kalmithaus (auch Ludwigshafener Haus). Danach kommt die Totenkopfhütte und gegen Ende der Tour schließlich die Edenkobener Hütte am Hüttenbrunnen und das Haus an den Fichten.

Du kannst in diese Wanderung an unterschiedlichen Startpunkten einsteigen und dann ebenfalls als Rundwanderung laufen, dazu gehören:

  • Parkplatz St. Martin, Totenkopfstraße (Grillhütte, Haus an den Fichten)
  • Parkplatz auf der Kalmit
  • Hüttenbohl an der Totenkopfstraße
  • Totenkopfhütte
  • Parkplatz Lolosruhe Edenkobener Tal
  • Edenkobener Hütte, Hüttenbrunnen

Von Sankt Martin auf die Kalmit

Wir hatten uns hierfür entschieden, damit wir nach dem Großteil der Runde die bis dahin verbrauchten Kalorien wieder auffüllen konnten und auch für  den Rest des Weges gewappnet waren. Denn Montags hat in der Regel nur die Edenkobener Hütte geöffnet. An einem langen Wochenendtag im Frühsommer kann man die Runde wo auch immer an den genannten Einstiegspunkten beginnen und ausreichend Rastzeiten in den Hütten verbringen.

Also, vom Parkplatz geht es erst einmal wieder ein Stück zurück Richtung Woisel und St. Martin, ein kleiner Pfad auf der gegenüberliegenden Straßenseite lässt es aber nicht langweilig werden. Dieser ist nicht zu verfehlen (Markierung Grün/Weiß). Dieser Pfad endet  oberhalb vom Woisel in ein kleines Bachtal, welchem wir jetzt stramm bergauf Richtung Kalmit folgen.

Wir können uns nach dem manchmal noch erkennbaren roten Punkt orientieren. Ein Schild mit der Angabe Kalmit wird man vergebens suchen, also immer bergauf, entweder direkt am Bach entlang, vorbeikommend an einem kleinen Rastplatz der Woiselquelle, oder den etwas oberhalb parallel verlaufenden Fahrweg nehmen. Für Bequeme.

Der Weg mündet am Rettungspunkt 6614-972 in den querenden Pfälzer Weinsteig, ein schöner breiter Fahrweg, auf den wir nach rechts einbiegen. Der Weinsteig verlässt unseren bequemen Fahrweg bald wieder nach unten, wir bleiben lieber auf unserem breiten Weg. Achtung, an dieser Stelle kommt auch nochmals ein roter Punkt aus dem Tal. Nach diesen können wir uns jetzt weiter orientieren. Der geht in einem weiten Bogen bis zu einem großen Parkplatz an der Totenkopfstraße unterhalb der Kalmit.

Wir gehen gerade über die Straße, ein paar Meter, kreuzen wieder die Straße und jetzt geht es wieder stramm bergauf, auf die Kehren achtend bis auf die Kalmit. Das kann man jetzt nicht mehr verfehlen. Die Kalmit, höchster Berg im Pfälzer Wald, wunderschöne Aussicht und wenn man Glück hat, ist auch die Wirtschaft offen.

Vom Kalmit zur Totenkopfhütte

Unser Weiterweg folgt der Grün-Weißen Markierung, aber nicht ins Tal sondern über den Berg nach hinten, Richtung Parkplatz, linkerhand einer Richtfunkanlage von wem auch immer. Da wir ja an einem Wintertag unterwegs waren, wartete der Weg mit einigen glatten Schwierigkeiten auf uns, aber ansonsten mit Sicherheit gut zu gehen.

Am Parkplatz angekommen, diesen querend, zweigt die Grün-Weiße Markierung und der Pfälzer Weinsteig nach links auf einem kleinen Pfad in den Wald. Nach ca. 500 m, Felsen und das im Winter, das Felsenmeer, eine wunderschöne Wegpassage, bisschen aufpassen, vor allem wenn es glatt oder nass sein sollte, dann geht es schon, gut zum Verstecken, nach auch ca. 500 m endet dieser Weg an einer kleinen Hütte mit einer wunderschönen Aussicht ins Rheintal. Bietet sich auch für eine kleine Rast an. Uns war kalt, also weiter, dem Grün-Weiß folgend, nach rechts abbiegend. Ein schöner Pfad immer bergab bis zum Parkplatz Hüttenbohl.

Winterwandern Pfalz Kalmit

Hier queren wir die Straßenkreuzung in Richtung Totenkopfhütte, achten auf die gewohnte Markierung Grün-Weiß, diese verläuft jetzt auf einem breiten Fahrweg immer oberhalb der Straße bis zur Totenkopfhütte. Wir kommen an einen riesigen Parkplatz links, auf der anderen Seite die Hütte, leider nur an den Wochenenden geöffnet, also schnell weiter, aber wenn es warm wäre, dann.

Von Totenkopfhütte zum Hüttenbrunnen

Wir gehen über den Parkplatz weiter bis an sein anderes Ende. Hier müssen wir uns an eine andere Markierung gewöhnen, Gelb-Blau. Da fällt uns das Lambertskreuz ein, aber das ist eine andere Runde, sehr zu empfehlen (Hier findest Du eine unserer Touren zum Lambertskreuz).

Der Weiterweg jedenfalls geht links in den Wald, zweigt gleich ab und verläuft jetzt immer leicht bergauf durch schönen und  teilweise lichten Wald mit immer wieder wunderbaren Ausblicken auf das schier endlose Pfälzer Waldmeer. Kommen zur Suppenschüssel, warum auch immer die so heißen mag, es verbirgt sich keine Einkehr dahinter (Rettungspunkt 6614-963). Zumindest ist eine kleine Hütte und Bank vorhanden, die zur Rast einlädt.

Winterwandern Pfalz Kalmit

Wir gehen weiter, leicht rechts und gleich abzweigend auf die Markierung achtend, Blau-Gelb aber auch schwarzer Punkt auf weißem Grund, Richtung Lolosruhe. Und das doch jetzt eine ganze Weile, immer in etwa geradeaus, immer ziemlich eben. Unterwegs biegt auch wieder die bereits bekannte Markierung Grün-Weiß ein.

Lolosruhe, in der Woche vielleicht, aber an schönen Wochenendtagen im Frühjahr, Sommer und Herbst, wird es wohl nicht weit her sein mit der Ruhe. Ein großer Wanderparkplatz  an der Straße von Edenkoben zum Forsthaus Heldenstein. Hier ist übrigens auch eine Bushaltestelle. Noch sind wir ziemlich hoch droben, fast 600 m, darum folgen wir jetzt dem roten Kreuz Richtung Edenkoben tief ins Tal hinab auf einem kleinem schmalen Pfad, für uns nahm er kein Ende, der Hunger machte sich bemerkbar und der Hüttenbrunnen wollte und wollte nicht kommen.

Am Ende haben wir es doch geschafft und uns mit einer anständigen Vesper, Jause, einem kräftigendem Mahl gestärkt. Übrigens wir hätten auch einfach den Fahrweg von oben weiterlaufen können, wäre an diesem Tag einfacher gewesen, also wie Du willst. Alle Wege führen nach unten, jedenfalls fast alle.

Vom Hüttenbrunnen nach Sankt Martin

Besonders an kalten Tagen fällt es schwer sich wieder aufzuraffen und weiter zu laufen, aber was solls, ein letztes Stück noch übern Berg. Wobei der Anstieg hinter der Hütte auf dem Fahrweg beginnend ist gleich straff und wir werden schnell wieder warm. Nach ca. 1 Kilometer kreuzt ein breiter Fahrweg, diesen überqueren, nicht einfach im Aufschwung geradeaus weiterlaufen, hier geht ein kleiner schöner Bergpfad steil weiter nach oben. Blau-Weiß zeigt uns den Weg, Augen auf.

Ankommen auf dem letzten Hochpunkt, der St. Martiner Hütte, nicht täuschen lassen, Essen und Getränke sind selber mitzubringen. Und jetzt haben wir ein wenig gestutzt. Umzäunung, Auerochsen, wilde behörnte Untiere und da sollen wir durch, der Weg geht es jedenfalls, 600 m, naja, also allen Mut zusammen genommen, hinein ins Gatter, nicht mal ansatzweise haben wir ein Horn gesehen.

Wer doch Angst hat geht einfach den Fahrweg oben weiter, alle Wege kommen unten kurz vor dem Haus an den Fichten wieder zusammen. Eine letzte schöne Rast ist hier möglich, für uns leider an diesem Montag natürlich nicht. Aber dafür haben wir es trotzdem jetzt fast geschafft, ein paar hundert Meter noch bis zum Parkplatz.

Der Flecken hier ist sehr schön zum Verweilen, ein Weiher, eine Grillhütte ein Stück weiter talauf, viele Sitzmöglichkeiten, Kinder können sich austoben. Wir haben es bereits, ca. 17 km, durch Schnee, nicht viel aber immerhin, es war eine gelungene Runde, ein wunderbarer Tag und wer keine Lust hat so zu laufen wie wir, macht es einfach andersherum.

Nicht Deine erste Wahl? Hier findest Du Alternativen zum Wandern in der Pfalz:

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Hier findest Du den GPS Track zum Download: GPS Track (.gpx)

1 Kommentar

  1. Hanna Constantin

    Die „Pegasus“-Tour könnte auch eine Baby-Drachen-Tour sein! Scheint sehr sportlich gewesen zu sein, so ohne Flügel 😉 Gruß

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