Alpen

4 Gründe warum Du eine Alpenüberquerung zu Fuß machen solltest!

Meran

Alpenüberquerung zu Fuß – das hört sich erstmal sehr anstrengend und nach einem großen Abenteuer an. Viele die ich kenne sind von so einer Idee erstmal begeistert, trauen sich dann aber nicht an die Herausforderung heran. Ich hatte damals die gleichen Gedanken bevor wir die Alpenüberquerung gewandert sind.

Ich war bereits seit frühester Kindheit mit meinen Eltern in den deutschen und europäischen Mittelgebirgen auf längeren und kürzeren Wanderungen unterwegs, teilweise sogar über mehrere Tage unterwegs. In meiner Jugend konnte ich mich naturgemäß erstmal für andere Dinge begeistern als die Aktivitäten meiner Eltern, bevor in den Zwanzigern die Begeisterung für das Draußen sein wiedererwachte.

Dabei zog es uns erstmal bei uns um die Ecke in die Südpfalz, wo wir auch heute noch gerne unterwegs sind um am Wochenende dem Lärm der Stadt zu entkommen, oder einfach um uns fit zu halten. Während den Wanderungen ist immer viel Zeit für Unterhaltungen und um neue Ideen zu spinnen. Dabei wurde nicht nur die Idee für diesen Blog geboren, sondern auch nach der Pfalz nun die Alpen zu erobern…

Nun ist so eine Idee ja immer schnell ersponnen, meist schläft man eine Nacht darüber und am nächsten Tag ist die Begeisterung schon wieder verflogen. Der erste Funke der Begeisterung verglüht und die allzu hochtrabenden Pläne werden verschoben oder landen gleich ganz in der Schublade. Nicht so aber unsere Pläne für eine Alpenüberquerung zu Fuß.

Wir waren Anfang 30, nie zuvor eine Hüttentour gemacht und haben uns gleich eines der größeren Ziele in den Alpen ausgesucht – es soll ja schließlich schon etwas Herausforderung dabei sein. Schnell waren ein paar Freunde gefunden, die sich für unser Ziel begeistern konnten, nur bisher noch mit der Umsetzung zögerten.

#1 – Eine Alpenüberquerung zu Fuß schweißt zusammen

Gemeinsam machten wir uns an die Planung. Schnell wurde klar, dass wir keinen Monat Zeit haben, um eine der längeren Alpenüberquerungen zu wagen, diese sind technische teilweise auch sehr anspruchsvoll. Aufgrund der Dauer und der Schwierigkeit (maximal roter Schwierigkeitsgrad) haben wir uns für den Klassiker auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran entschieden.

Hier findest Du eine Übersicht der beliebtesten Alpenüberquerungen zu Fußh

Viele denken bei einer Alpenüberquerung zu Fuß an enorme Anforderungen an Kondition und Technik. Natürlich ist eine Alpenüberquerung eine große Herausforderung, aber im Grunde genommen kann jeder mit der richtigen Vorbereitung und Planung eine Alpenüberquerung zu Fuß meistern. Schließlich wachsen wir doch mit unseren Herausforderungen.

#2 – Mit der richtigen Vorbereitung ist eine Alpenüberquerung für jeden machbar!

Vorbereitung ist normalerweise nicht so mein Ding. Ich bin zugegebenermaßen etwas planungsfaul, bisher hat es auch immer ohne große Vorbereitung funktioniert, denke ich dann. Umso dankbarer war ich, dass die Anderen im Team zumindest etwas Zeit in die Vorbereitung unserer Alpenüberquerung zu Fuß investierten und Packliste und GPX Tracks, sowie Karten organisierten.

Der wichtigste Teil der Vorbereitung ist dann auch wie bei jeder guten Vorbereitung die Praxis. Wir hatten uns zwei schöne Hüttenwanderungen mit ähnlichem Niveau in den Alpen herausgesucht. So konnten wir nicht nur unsere Ausrüstung fleißig austesten und justieren, unsere Kondition verbessern und einschätzen lernen, sondern hatten gleich bei unserer Tour zu Meilerhütte durch die Partnachklamm ein großartiges Wandererlebnis.

#3 – Der Weg ist das Ziel!

Schließlich kam der Tag, an dem wir in Oberstdorf aus dem Zug stiegen. Es nieselte leicht, die Rucksäcke waren schwer und wir waren noch müde vom frühen Aufstehen. Schnell am Bahnhofskiosk noch etwas Sonnencreme gekauft, die hatten wir natürlich daheim vergessen.

Auf den ersten Kilometern fühlte sich der Rucksack an als sei er mit Steinen gefüllt. Warum musste ich auch diesen verfluchten Roman mitnehmen? Macht es doch Sinn den Stiel der Zahnbürste abzusägen? Am ersten Aufstieg von Spielmannsau zur Kemptner Hütte wurde aus leichtem Nieselregen ein stetiger Regenschauer.

Nach einem langen Aufstieg erreichten wir schließlich die Kemptner Hütte. Nach einer (leider kalten) Dusche saßen wir mit schmerzenden Füßen und warm eingepackt im Gemeinschaftsraum. Nach dem ersten kühlen Bier wurden die Lebensgeister wieder geweckt und die Vorfreude auf die Käsespätzle stieg.

In den folgenden Tagen wurde der Rucksack unmerklich immer leichter, die Füßen gewöhnten sich an die Belastung und schließlich erreicht man einen Punkt, an dem man es einfach nur noch genießt den ganzen Tag draußen zu sein. Man genießt die Eindrücke, die den ganzen Tag auf einen einwirken. Alles was man braucht hat man im Rucksack auf dem Rücken. Man könnte jetzt überall hinlaufen.

#4 – Die Anstrengung wird mit traumhaftem Panorama belohnt

Nach sechs Etappen auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran erreichen erblicken wir schließlich den Meraner Stausee. Wir haben es geschafft! Sechs Tage voller Anstrengungen und großartiger Eindrücke liegen hinter uns. Und wir fragen uns nur wo wir als nächstes hinlaufen wollen.

Ich hoffe ich konnte Dir eine Alpenüberquerung zu Fuß etwas schmackhaft machen. Ich denke heute noch gerne an die Wanderung und das Erlebte zurück.

Hilfreiche Links für die Planung Deiner Alpenüberquerung zu Fuß

Hast Du schon eine Alpenüberquerung zu Fuß gemacht? Was hat Dir dabei besonders gefallen? Schreibe uns doch einen Kommentar…

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