Bekleidung

Checkliste und Tipps für Wanderausrüstung im Herbst und Winter

Wanderausrüstung Herbst Winter

Du bist auch so gerne wie wir im Herbst und Winter draußen unterwegs? Du liebst das rauhe Wetter und die kalten Temperaturen? Mit unserer Checkliste und Tipps bist Du bestens vorbereitet.

Das Wandern im Herbst und Winter hat noch einmal seinen ganz besonderen Reiz. Auf den Wegen sind deutlich weniger Menschen unterwegs, Wald und Berge strahlen noch einmal mehr Ruhe aus. Durch die verkürzte Sonnenscheindauer erscheint das Licht morgens und abends durch den niedrigen Einstrahlwinkel deutlich intensiver.

Um Wind und Wetter hierbei gerüstet zu sein und Dein Abenteuer in der freien Natur genießen zu können ist es wichtig ein paar einfache Tipps zu beachten:

  • Einkleiden mit dem Zwiebelprinzip (1. und 2. Bekleidungsschicht)
  • Die Außenhülle schützt vor Wind und Wetter (3. Bekleidungsschicht)
  • Das richtige Schuhwerk
  • Kenne Deine Tour und Dein Gelände genau
  • Sich selbst richtig einschätzen
  • Auf alles vorbereitet sein

Lass uns kurz einen Blick auf die Themen im Detail werfen.

Immer richtig temperiert mit dem Zwiebelprinzip

Atmungsaktivität ist heute ein absolutes Muss für Funktionskleidung der ersten und zweiten Bekleidungsschicht. Sie unterstützt außerdem das schnelle Trocknen von Regen und beim Schwitzen.

Gerade im Herbst und Winter können durch schnelle Wetterwechsel die Temperaturen häufig sehr stark schwanken. Um unnötiges Schwitzen und damit Energie- und Wasserverlust zu vermeiden hilft es schnell eine Bekleidungsschicht ablegen zu können. Das gleiche gilt natürlich andersherum für hohe Temperaturen.

Wenn wir von Atmungsaktivität sprechen gibt es heute zwei vorherrschende Gruppen von Materialien im Markt. Zum einen gibt es eine Reihe von atmungsaktiven Funktionsfasern und Merinowolle. Diese hat den Vorteil, dass sie auch im feuchten Zustand ihre Wärmeleistung nicht verliert und geruchstechnisch sehr viel neutraler ist. Dafür trocknet sie in der Regel etwas langsamer und schlägt mit höheren Anschaffungskosten zu Buche.

Funktionsunterwäsche aus Merinowolle bildet für mich die beste Basis für einen mehrschichtigen Bekleidungsaufbau mit Zwiebelprinzip. Sie hält die Wärme am Körper ist angenehm zu tragen und reduziert die benötigte Wärmeleistung Deiner restlichen Schichten deutlich.

In der zweiten Schicht setze ich gerne auf bequeme Pullover aus Fleece. Gute Fleecepullover müssen nicht teuer sein. In der Regel unterscheiden sich die teureren Modelle vor allem im Design, dem Markenname und der Dichte des Fleece, also der Wärmeleistung.

Bevor ich hier zuviel Geld investiere ziehe ich bei besonders geringen Temperaturen auch gerne mal zwei Fleeceschichten übereinander. Wenn Du die Sachen in den passenden Größen auswählst ist das kein Problem.

Wenn Du besonders flexibel sein möchtest gibt auch leichte Softshelljacken die innen etwas gefüttert und windabweisend sind. Dann kannst Du bei besonders gutem Wetter auf Deinen dritten Layer verzichten. Diese weisen in der Regel aber eine geringere Wärmeleistung als Fleece auf.

Gut geschützt mit einer Hardshelljacke

Egal ob am Körper oder im Rucksack, bei Deiner Herbst- oder Winterwanderung gehört sie auf jeden Fall ins Gepäck, die Hardshelljacke.

Es gibt hier unterschiedliche Ansätze, von besonders dicht gewebter Baumwollfasern bis zur 3-lagigen geklebten Funktionsjacke.

Natürlich ist hier auch der Einsatzzwecke besonders wichtig. Geht es eher auf eine Tag es Wanderung ins Mittelgebirge oder auf eine Mehrtagestour in die Alpen.

Für mich zählen hier besonders ein geringes Gewicht (da immer dabei) und eine gute Verarbeitung.

Hier findest Du einige wichtige Tipps und Testberichte zum Thema Jacken:

Eine Auswahl von empfehlenswerten Modellen findest Du in der Ausrüstungsbox weiter unten.

Bei der Auswahl Deiner Trekkinghose entscheiden Deine persönlichen Vorlieben. Entweder Du entscheidest Dich für ein Modell mit abnehmbaren Beinen (spart Gewicht falls Du noch eine kurze Hose brauchst) oder Du verwendest eine Trekkinghose (sieht meist besser aus). Diese Variante ist mein persönlicher Favorit, da Trekkinghosen meistens auch besser aussehen.

Für besonders schlechtes Wetter und beim Wandern durch den Tiefschnee oder Gletschertouren gibt es auch wasserdichte Hardshellhosen. Diese verfügen in der Regel über integrierte Gamaschen, damit kein Schnee eindringt.

Der richtige Wanderschuh für Herbst und Winter

Lange Wanderungen bei niedrigen Temperaturen und in feuchter bis nasser Umgebung stellen unser Schuhwerk vor besondere Herausforderungen.

Umso wichtiger ist die Auswahl Deiner Wanderschuhe für Touren im Herbst und Winter. Natürlich ist hierbei Dein Tourenprofil für die erforderliche Festigkeit des Wanderschuhs entscheidend. Auch im Winter geht niemand mit einem D Wanderschuh ins Mittelgebirge.

Besonders wichtig ist aber für die richtige Auswahl eine hohe Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit Deines Wanderschuh für Herbst und Winter. Beide Anforderungen werden von Wanderschuhen aus Vollleder und Gore Tex erfüllt. Schuhe aus Vollleder haben aber in der Regel eine etwas längere Trocknungsdauer, sind aber langlebiger.

Auf jeden Fall würde ich auch einen Wanderschuh mit einem hohen Schaft wählen. Dieser gibt zusätzliche Stabilität und schützt noch etwas besser vor den Wettereinflüssen wie Wasser und Schnee.

Bei möglichem Schneefall oder beim Durchqueren von möglichen Schneefeldern empfiehlt es sich auch ein paar Gamaschen im Rucksack zu haben. Diese schützen zusätzlich auch immer vor Schmutz an den Beinen.

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Ausführliche Vorbereitung Deiner Herbst- und Winterwanderung

Gerade im Herbst und Winter ist eine ausführliche Vorbereitung Deiner Tour besonders wichtig. Wenn die Temperaturen Richtung Nullpunkt gehen solltest Du auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

So kann es sein, dass Du durch unvorhergesehene Wettereinflüsse wie Regenschauer oder Schnee für die Etappe wesentlich länger benötigst als Du vorhergesehen hast.

Plane Deine Tagesetappen niemals ans Zeitlimit vor allem auch weil die Tage natürlich wesentlich kürzer sind. Auch solltest konditionell nicht an Deine Grenzen gehen, sondern immer noch über eine Kraftreserve verfügen.

Kürzere Tage sind ein gutes Stichwort, was die Ausrüstung angeht. Hier solltest Du auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. So gehört auf jeden Fall in Deinen Rucksack:

  • Stirnlampe mit extra Batterien
  • Rettungsdecke
  • Extra Bekleidungsschicht

Weitere Infos für den notwendigen Inhalt eines Erste-Hilfe-Set beim Wandern findest Du in diesem Artikel.

Was die Wegführung angeht sind natürlich vor allem abschüssige und ausgesetzte Abschnitte zu beachten, wenn nicht sogar zu meiden. Wer schon einmal einen abschüssigen verschneiten Hang gequert hat weiß was ich meine.

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