Alpen

Die beste Ausrüstung für den E5 von Oberstdorf nach Meran

Memminger Hütte

Sechs Etappen auf dem E5 von Oberstdorf nach Meran stellen eine besondere Herausforderung für Mensch und Material dar. Wir haben uns für Dich in diesem Beitrag die beste Ausrüstung für den E5 angesehen.

Während der sechstägigen Hüttentour in den Alpen wird Deine Trekkingausrüstung ganz besonders gefordert. Stets musst Du alles im Rucksack bei Dir tragen. Das Gewicht und das Packmaß dürfen nicht zu groß sein. Alles muss aufeinander abgestimmt sein und bestens funktionieren.

Schnelle Wetterwechsel zwischen Sonne und peitschendem Regen bei Temperaturen nahe der Null Grad Grenze im Hochgebirge oder sogar darunter sind eine Herausforderung für Deine Funktionsbekleidung. Auf den Hütten kann es zudem sein, dass Deine Sachen nur langsam trocknen.

Wir haben uns für Dich die beste Ausrüstung für den E5 von Oberstdorf nach Meran angeschaut:

  • Die richtige Wanderbekleidung (1. und 2. Bekleidungsschicht)
  • Die passende Softshelljacke (3. Bekleidungsschicht)
  • Hardshelljacken die Dich wirklich trocken halten (3. oder 4. Bekleidungsschicht)
  • Trekkinghosen und Hardshellhosen
  • Diese Dinge solltest Du auch auf jeden Fall in Deinem Rucksack dabei haben

Du suchst noch die passenden Wanderschuhe für den E5 oder fragst Dich in welchen Rucksack Du Deine ganzen Sachen reinbekommen sollst? In diesen beiden Artikeln haben für uns einige empfehlenswerte Modelle für Dich angeschaut:

Einen allgemeinen Überblick über die Dinge, die in Deinen Rucksack gehören kannst du dir auch bei unserer Packliste für eine einwöchige Hüttentour anschauen :

Der richtige Baselayer für den E5

Besonders bei niedrigen Temperaturen und schlechtem Wetter ist die erste und zweite Bekleidungsschicht besonders wichtig, um Dich warm und trocken zu halten. Die erste Bekleidungsschicht sollte aus synthetischer Funktionsfaser oder Merinowolle bestehen. Dabei verwende ich in der Regel ein Langarmshirt und eine lange Unterhose. Die lange Unterhose kann man auch als Hüttenhose verwenden.

Ich persönlich bevorzuge Merinounterwäsche. Sie hat den Vorteil, dass sie nicht super eng am Körper anliegt und auch durchaus mal mehrere Tage getragen werden kann. Sie hat in dieser Hinsicht die gleichen Eigenschaften wie ein Wollpullover. Sie trocknet zwar nicht so schnell wie Funktionsunterwäsche aber verliert auch in feuchtem Zustand nicht ihre Wärmewirkung.

Die zweite Schicht ist der Wärmespeicher. In der Regel trage ich hier gerne einfachen Fleecepullover. Dieser ist bequem und gibt dem Körper die notwendige Wärme. Alternativ gibt es hier Modelle, beispielsweise ein Power-Stretch Fleecepullover, den es auch mit integrierten Windstopper gibt und so die Wärme noch besser abhält. Jedoch leidet hier oft die Atmungsfähigkeit. Ich habe gerne engere und weitere Fleecepullover dabei, dann kann ich auch mal zwei übereinander ziehen, wenn es besonders kalt wird. Bei der hohen Atmungsfähigkeit ist das überhaupt kein Problem.

Windschutz mit der passenden Softshelljacke

Bei gutem Wetter dient eine Softshelljacke als Windstopper und vor allem auch im Hochgebirge als Sonnenschutz. Das spezielle Material ist häufig noch sehr atmungsaktiv, schütz aber gut gegen Wind und je nach Preislage auch gegen leichten Regen.

Sehr teure Modelle können heute sogar mit Hardshelljacken mithalten. Softshelljacken mit hoher Wassersäule sind der neueste Trend in der Outdoor Branche und reduzieren so noch einmal das notwendige Gepäck.

Ich kaufe meine Softshelljacken gerne ganz ohne Kapuze oder nur mit einfacher, damit ich bei einem Wetterumschwung nur noch die Hardshelljacke darüber ziehen muss. Damit leidet zwar etwas die Atmungsaktivität meiner Kleidung, aber ich muss nicht bei schlechtem Wetter aufwendig meine Jacken wechseln.

Hardshelljacken, die Dich wirklich trocken halten

Die schlechte Nachricht zuerst? 100% trocken gibt es in den Bergen leider nicht. Gute Hardshelljacken halten Dich auch im übelsten Sturm warm und verhindern das Eindringen von Feuchtigkeit und Nässe von außen. So sollte eine Hardshelljacke für den E5 mindestens über 10.000mm Wassersäule verfügen.

Durch Lüftungsschlitze an den Armen und eine Gore-Tex oder sogar Gore-Tex Pro Membran ist die Atmungsaktivität sichergestellt. Da Du aber natürlich bei Anstrengung auch schwitzt, kann keine Jacke Dich 100%ig trocken halten.

Besonders hochwertige Jacken verfügen über verstärkte Schultern, da natürlich im Bereich der Rucksackgurte die Materialbeanspruchung besonders hoch ist. Im Schulterbereich nutzen sich Hardshelljacken durch den Abrieb besonders schnell ab und durch die Last der Schultergurte wird das Wasser schneller durch die Membran gedrückt.

Trekking- und Hardshellhosen

Ich persönlich achte besonders darauf, dass der Oberkörper warm und trocken ist. Bei den Trekkinghosen ist mir vor allem wichtig, dass ich nicht in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt bin, um trittsicher Geröllfelder und Kletterpassagen zu überqueren. Ein paar Regentropfen auf dem Bein schaden nicht, wenn der Rest des Körpers warm und trocken eingepackt ist.

Bei längeren Regenschauern hilft entweder eine Regenhosen (meist keinen Meter atmungsaktiv und relativ günstig) oder eine Hardshellhose (von Markenherstellern ab 150 EUR aufwärts, wasserdicht und atmungsaktiv).

In der Regel habe ich keine Hardshellhosen dabei, außer ich erwarte das Queren von größeren Schneefeldern, oder wir befinden uns auf einer Gletschertour. Dabei hilft dann auch, dass in Hardshellhosen meist Gamaschen integriert sind.

Diese Dinge gehören auch auf jeden Fall in Deinen Rucksack

Zuviel Spielzeug passt leider nicht in einen Tourenrucksack. Die Ausrüstung für den E5 solltest Du auf jeden Fall schmal halten. Das Gesamtgewicht sollte auf keinen Fall mehr als 10 Kg betragen (auch abhängig vom Körpergewicht). Ein paar Dinge solltest Du aber auf jeden Fall dabei haben, diese machen das Hüttenabenteuer doch wesentlicher angenehmer:

Viel Spaß mit Deiner Ausrüstung für den E5. Wenn Du noch Fragen oder Anmerkungen hast, freuen wir uns über einen Kommentar unter dem Beitrag.

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